In Sulzbach-Rosenberg mussten Polizeibeamte zwei schwer verletzte Rehkitze von ihrem Leiden erlösen. Die Tiere waren bei Mäharbeiten auf einer Wiese verletzt worden.
Rehgeiß machte auf verletzte Tiere aufmerksam
Am Nachmittag des 21.05.2026 hielten sich Polizeibeamte wegen eines anderen Einsatzes in der Eisenhämmerstraße in Sulzbach-Rosenberg auf. Mitarbeiter einer dortigen Firma baten die Einsatzkräfte um Hilfe, nachdem ihnen eine schreiende Rehgeiß aufgefallen war, die auf einer frisch abgemähten Wiese unruhig umherlief. Bei einer Nachschau entdeckten die Mitarbeiter zwei Rehkitze, die schwer verletzt in der Wiese lagen.
Tiere mussten vor Ort erlöst werden
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die Tiere bei Mäharbeiten schwer verletzt. Bei beiden Rehkitzen waren die Läufe schwer beschädigt beziehungsweise abgetrennt worden. Aufgrund der massiven Verletzungen mussten die Tiere vor Ort durch Polizeibeamte mittels Schüssen von ihrem Leiden erlöst werden.
Ermittlungen wegen Verstößen gegen Tierschutzgesetz
Die Befragung des Grundstückseigentümers und des ausführenden Mähers ergab, dass zwar Schutzmaßnahmen getroffen worden waren, diese jedoch offenbar nicht ausreichend waren. Nach Angaben der Polizei wurde die Rehkitzrettung Amberg-Sulzbach vor den Mäharbeiten nicht informiert. Die ehrenamtlichen Helfer verfügen inzwischen über mehrere Drohnen zur schnellen Absuche von Wiesenflächen.
Weitere Informationen zur Rehkitzrettung und zum Schutz von Wildtieren bietet Rehkitzrettung Deutschland. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz ein.
