Di.. Juni 2nd, 2026
Polizei, WeidenFoto: Symbolbild

Nach zwei Callcenter-Betrügen in Weiden und Amberg wurde der mutmaßliche Geldabholer festgenommen. Die 74-Jährige identifizierte ihn überraschend.

Neue Betrugsmasche breitet sich aus

Seit einigen Wochen häufen sich im Raum Weiden i.d.OPf. und Amberg Fälle der Betrugsmasche „Russische Callcenter“. Zwei vollendete Betrügereien gab es allein vergangene Woche. Bei dieser bekannten Schockanruf-Masche wird auf Russisch eine falsche Kaution gefordert. Anschließend wird eine Geldübergabe an der Haustür vereinbart.

Erster Fall: 74-Jährige bedeutet 5-Stelliger Betrag

Am Mittwoch, 27.05.2026, wurde eine 74-jährige Deutsch-Russin aus Weiden i.d.OPf. Opfer dieser Masche. Ein Mann holte sich eine hohe fünfstellige Summe Bargeld an ihrer Haustür ab. Erst etwa eine Stunde später erkannte die Seniorin den Betrug und verständigte die Polizei.

Zweiter Fall in Amberg am Donnerstag

Ein weiterer Fall ereignete sich am Donnerstagabend, 28.05.2026, in Amberg. Eine 76-jährige Deutsche mit russischen Wurzeln übergab einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag. Auch sie erkannte den Betrug kurz darauf und informierte die Behörden. Wie weitere Details zur Betrugsmasche erklärt,OBJECT polizeiliche Hinweise zu Callcenter-Betrug sind auf der Website der Bayerischen Polizei verfügbar.

Überraschende Identifizierung führt zur Festnahme

Am Freitag, 29.05.2026, traf die 74-Jährige den mutmaßlichen Geldabholer zufällig in einer Arztpraxis in Weiden i.d.OPf. und informierte sofort die Polizei. Der 43-jährige Ukrainer wurde vorläufig festgenommen. Beide Geschädigten identifizierten ihn anschließend als Täter. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Weiden erließ der Haftrichter am Amtsgericht Weiden am 30.05.2026 Haftbefehl. Der Verdächtige wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

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