So.. Mai 31st, 2026
SchwandorfFoto: FF Bergham Daniel Reil

Gewitter, Sturm und Trockenheit haben die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf im Mai stark gefordert.
Allein die Unwetterlage Ende Mai führte zu Dutzenden Einsätzen und zur Aktivierung der Kreiseinsatzzentrale.

Gewitterfront sorgt für zahlreiche Einsätze

Eine kräftige Gewitterfront zog am Samstag, 30. Mai 2026, über den Landkreis Schwandorf und löste zahlreiche Feuerwehreinsätze aus. Aufgrund des hohen Einsatzaufkommens aktivierte die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz die Kreiseinsatzzentrale (KEZ) im Landratsamt Schwandorf.

Die ehrenamtlich besetzte Einrichtung unterstützte die Leitstelle bei der Koordinierung der Einsatzkräfte. Insgesamt wurden während der Unwetterlage 29 Einsätze über die KEZ abgewickelt. Die Einsatzschwerpunkte lagen bei umgestürzten Bäumen, herabgefallenen Ästen auf Straßen, beschädigten Stromleitungen sowie Sicherungsmaßnahmen an Gebäuden. In einzelnen Fällen kamen zusätzlich Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks zum Einsatz.

Kreiseinsatzzentrale koordiniert Schadenslagen

Während die Feuerwehren im gesamten Landkreis die Gefahrenstellen beseitigten, liefen in der Kreiseinsatzzentrale alle Informationen zusammen. Unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Christoph Beier wurden eingehende Meldungen erfasst, bewertet und priorisiert an die zuständigen Feuerwehren weitergegeben.

Durch die zentrale Koordination konnten die verfügbaren Kräfte gezielt eingesetzt und die Integrierte Leitstelle wirksam entlastet werden. Kreisbrandrat Christian Demleitner informierte sich persönlich über die Lage und die Arbeit der ehrenamtlichen Kräfte vor Ort.

Außergewöhnlich hoher Einsatzmonat

Der Mai 2026 entwickelte sich für die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf zu einem der einsatzreichsten Monate der vergangenen Jahre. Bereits ohne die Einsätze des 31. Mai wurden insgesamt 593 Feuerwehreinsätze registriert.

Darunter befanden sich:

  • 255 Brandeinsätze
  • 240 Technische Hilfeleistungen
  • 78 sonstige Tätigkeiten
  • 17 Sicherheitswachen
  • 3 ABC-Einsätze

Besonders auffällig war die hohe Zahl der Brandeinsätze. Allein 83 Waldbrände und 20 Vegetationsbrände mussten bekämpft werden. Hinzu kamen unter anderem ein Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen sowie ein Großbrand in einem Industriebetrieb. Auch die Technischen Hilfeleistungen erreichten mit 240 Einsätzen ein außergewöhnlich hohes Niveau. Die Unwetterlage am 30. Mai verursachte dabei allein 54 Einsätze im Landkreis.

Appell an die Bevölkerung

Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser sieht die Ursache für das hohe Einsatzaufkommen vor allem in den extremen Wetterbedingungen der vergangenen Wochen. Die anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen hätten die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden deutlich erhöht.

Kreisbrandrat Christian Demleitner dankte den ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihren Einsatz und betonte die wichtige Rolle der Feuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung. Die Kreisbrandinspektion appelliert deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere in Wald- und Vegetationsgebieten aufmerksam zu sein und verdächtige Rauchentwicklungen sofort über den Notruf 112 zu melden.

Der Leitsatz der Feuerwehr bleibt dabei aktuell: „Siehst du Rauch und Feuerschein – 112 muss es sein!“

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