Ein 23-jähriger Ukrainer lieferte sich auf der Autobahn 3 eine spektakuläre Verfolgungsfahrt mit der Polizei. Der Fahrer stand mutmaßlich unter Drogeneinfluss und musste schließlich mit Zwang aus seinem Fahrzeug gebracht werden.
Zivilstreife scheitert an der Anschlussstelle Beratzhausen
Am Montagnachmittag sollte ein 23-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger um 14:22 Uhr an der Anschlussstelle Beratzhausen auf der Bundesautobahn 3 durch eine zivile Streifenbesatzung einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Der Fahrer, der sich allein in seinem Pkw befand, ignorierte die Anhaltezeichen der Beamten und setzte seine Fahrt in Richtung Passau fort.
Flucht mit 160 km/h auf der linken Spur
Vor der Anschlussstelle Laaber wurden daraufhin weitere uniformierte Streifenbesatzungen zur Unterstützung hinzugezogen. Der Ukrainer beschleunigte sein Fahrzeug auf dem linken Fahrstreifen auf rund 160 km/h, um sich der Kontrolle zu entziehen. Ein erneuter Anhalteversuch an der Anschlussstelle Sinzing verlief ebenfalls erfolglos. Erst danach drosselte der Fahrer seine Geschwindigkeit auf etwa 80 km/h.
Nachfolgeverkehr gebremst — Festnahme mit drei Streifenwagen
Um eine sichere Anhaltesituation herzustellen, wurde der nachfolgende Verkehr durch die Einsatzkräfte verlangsamt. Drei Streifenfahrzeuge brachten den flüchtenden Pkw schließlich zum Stehen. Da der Mann seinem Fahrzeug nicht freiwillig verließ, mussten die Beamten unmittelbaren Zwang anwenden, um ihn aus dem Wagen zu verbringen — insgesamt hatten sie den Fahrer über eine Strecke von rund 30 Kilometern verfolgt.
Drogentest positiv — Blutentnahme angeordnet
Bei der anschließenden Kontrolle ergaben sich Hinweise darauf, dass der 23-Jährige augenscheinlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Eine Blutentnahme wurde daher durch die zuständigen Beamten angeordnet und durchgeführt. Der Ukrainer muss sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr durch berauschende Mittel sowie weiteren Delikten im Zusammenhang mit der Verfolgungsfahrt verantworten. Weitere Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Beschuldigten gefährdet wurden, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0941/506-2921 bei der Verkehrspolizei Regensburg zu melden.
