Fr.. Mai 29th, 2026
EpilepsieFoto: Symbolbild/KI

Menschen mit Epilepsie erleben im Alltag häufig Unsicherheit, fehlendes Verständnis oder das Gefühl, mit ihren Erfahrungen allein zu sein. Auch Angehörige stehen oft vor Herausforderungen und Belastungen, über die nur selten offen gesprochen wird.

In Weiden gründet sich deshalb eine neue Selbsthilfegruppe für Epilepsie-Betroffene und Angehörige.

Initiiert wird die Gruppe von Thomas Güntner, der seit seinem 14. Lebensjahr mit Epilepsie gelebt hat und heute seit mehreren Jahren anfallsfrei ist. Zu seinem langen Krankheitsweg gehörten mehrere Operationen am Gehirn sowie Strahlentherapien aufgrund von zwei Hirntumoren.

Aus diesen mehr als 17 Jahren persönlicher Erfahrungen entstand der Wunsch, eine Anlaufstelle zu schaffen, in der Betroffene und Angehörige offen miteinander sprechen und sich gegenseitig unterstützen können.

Austausch im geschützten Rahmen

Die „Selbsthilfegruppe für Epilepsie-Betroffene und Angehörige“ richtet sich an Menschen mit Epilepsie ebenso wie an Angehörige und nahestehende Personen. Im Mittelpunkt stehen Austausch auf Augenhöhe, gegenseitiges Verständnis und die Möglichkeit, Erfahrungen miteinander zu teilen.

Die Gruppe versteht sich ausdrücklich nicht als medizinisches Angebot, sondern als Hilfe zur Selbsthilfe. Für die Treffen steht im Café ein separater Raum zur Verfügung. Epilepsie hat viele Gesichter – und oft fehlt bei den Betroffenen im persönlichen Umfeld jemand, der die eigenen Sorgen und Erfahrungen wirklich nachvollziehen kann.

Der Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen kann deshalb entlasten und dabei helfen, wieder offener mit der Erkrankung umzugehen. Auch Ängste, Unsicherheiten oder die Auswirkungen der Erkrankung auf Familie, Beruf und persönliches Umfeld können dort offen angesprochen werden. Man muss sich nicht erklären – die Teilnehmenden wissen, wovon man spricht.

Besonders wichtig ist eine offene und wertschätzende Atmosphäre ohne Vorurteile oder Leistungsdruck. Auch erste unverbindliche Gespräche und ein vorsichtiges Kennenlernen sind möglich. Die Selbsthilfegruppe befindet sich aktuell noch in der Gründungsphase.

Die ersten Treffen bieten deshalb auch Gelegenheit, sich kennenzulernen und gemeinsam zu besprechen, wie die Gruppe künftig gestaltet werden soll. Die Gruppengründung wird von der Selbsthilfekontaktstelle Nordoberpfalz sehr begrüßt und organisatorisch unterstützt.

Erste feste Termine:


Freitag, 03.07.2026, 14 Uhr – Treffen für Betroffene und Angehörige
Freitag, 17.07.2026, 14 Uhr – Treffen ausschließlich für Betroffene

Weitere Treffen sind geplant:

Erster Freitag im Monat: Treffen für Betroffene und Angehörige
Dritter Freitag im Monat: Treffen ausschließlich für Betroffene

Jeweils ab 14 Uhr

Ort: CAFÉ MITTE

Am Stockerhutpark 1

92637 Weiden

Treffpunkt ist ein separater Raum im Café.

Kontakt: Selbsthilfekontaktstelle Nordoberpfalz
Sebastianstraße 18, 92637 Weiden i.d.OPf.
Telefon: 0961 38931-63
E-Mail: se*******@*************en.de

Ansprechpartner / Initiator: Thomas Güntner
E-Mail: se***************************@*****ok.de

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